Autodesk-Studie „State of Design & Make“ Teil 1: Einführung in die Studie

18 März 2024allgemein, maschinenbau, mechanicalAutodesk, Design & Make

Partager

design-make-report-titelbild-1.jpg

Autodesk-Studie „State of Design & Make“ Teil 1: Über die Studie

 

Gemeinsam mit Ipsos, einem führenden Unternehmen in der globalen Forschung und Analyse, hat Autodesk 2.565 Führungskräfte, Zukunftsforschende und Experten aus Architektur, Ingenieur- und Bauwesen, aus Produktentwicklung und Fertigung und aus der Medien- und Unterhaltungsbranche weltweit befragt und die globale, jährliche Studie „State of Design & Make“ erstellt. Sie benennt die wichtigsten Faktoren für den Wandel, die die heutigen  Geschäftsentscheidungen prägen, und hilft Führungskräften, fundierte, strategische Entscheidungen über Prioritäten und gezielte Investitionen in die Zukunft zu treffen.

 

Die Branchen, die planen und fertigen, bilden eine einzigartige Disziplin, die das Digitale mit dem Physischen verbindet. Architektur, Ingenieurwesen, Bauwesen, Produktentwicklung, Fertigung, Gaming und Filmproduktion erfordern eine komplexe Zusammenarbeit verschiedener humaner Akteure im
gesamten digitalen Planungsprozess und bei der Lieferung eines physischen Ergebnisses. Führungskräfte in diesen Branchen berichten von ihren
Strategien und Perspektiven auf die individuellen Herausforderungen und Chancen ihrer Unternehmen.

Diese Studie legt den Schwerpunkt auf folgende Themen: eine Makrosicht auf die Branchen; die Frage, wie Unternehmen in einer sich ständig verändernden Welt resilient und relevant bleiben können; die Anwerbung, Weiterbildung und Bindung von qualifizierten Fachkräften; sowie die Erreichung nachhaltiger Ergebnisse. Gemeinsam mit Ipsos, einem führenden Unternehmen in der globalen Forschung und Analyse, hat Autodesk 2.565 Führungskräfte, Zukunftsforschende und Experten aus Architektur, Ingenieur- und Bauwesen sowie Bauherren (AECO), aus Produktentwicklung und Fertigung (D&M) und aus der Medien- und Unterhaltungsbranche (M&E) weltweit befragt.

 

Die Umfragedaten wurden nach globalen Regionen aufgeschlüsselt:

Asien-Pazifik (APAC), worunter Antworten aus Australien, China, Indien, Japan und Südkorea fallen; Europa mit Antworten aus Frankreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden, Schweden und Großbritannien; und Amerika mit Antworten aus Kanada und den USA.

Dieser Bericht enthält die wichtigsten Ergebnisse dieser Studie, aufgeschlüsselt nach Sektoren und Regionen. In bestimmten Fällen wurden die Antworten nach Ländern verglichen. In diese Vergleiche wurden jedoch nur Länder mit mindestens 200 Befragten einbezogen: Australien, China, Frankreich, Deutschland, Japan, Großbritannien und die USA.

Die quantitativen Daten (n = 2.489) wurden von Oktober bis Dezember 2022 durch eine 20-minütige Online-Umfrage erhoben. Darüber hinaus wurden von September bis Dezember 2022 76 qualitative Interviews mit Führungskräften aus der Wirtschaft und Zukunftsforschenden geführt. In einigen Fällen verweist Autodesk auf die Analyse seiner aggregierten und anonymisierten Daten.

 

Unternehmen stehen vor Herausforderungen im Talentmanagement, bei den Kosten und globaler Unsicherheit

Auf die Frage nach den drei größten Herausforderungen, denen sich ihre Unternehmen heute gegenüber sehen, gaben 48 % die Probleme bei der Anwerbung und Bindung von Talenten an. Am zweithäufigsten wurde das Kostenmanagement genannt (40 %
der Befragten), gefolgt von der Weltwirtschaft und globalen Ereignissen, darunter Krisen wie Kriege und Pandemien (36 % der Befragten).

Obwohl diese Herausforderungen Unternehmen aller Größen* in allen Branchen und Regionen betrafen, zeigten die Daten einige signifikante Unterschiede zwischen verschiedenen Kategorien von Unternehmen. So nannten 40 % der Befragten aus großen und 37 % aus mittelständischen Unternehmen die Weltwirtschaft als Herausforderung, gegenüber 31 % der Befragten aus kleineren Unternehmen. 52 % der Befragten aus mittelständischen Unternehmen betrachteten das Talentmanagement als größte Herausforderung, gegenüber 42 % der Befragten aus kleineren Unternehmen und 46 % der Befragten aus größeren Unternehmen.

56 % der Befragten in den USA nannten das Talentmanagement als eine der größten Herausforderungen, und 47 % nannten das Kostenmanagement, das sind mehr als in anderen Ländern. In China zählte ein geringerer Anteil der Befragten diese Herausforderungen zu den größten: 40 % gaben das Talentmanagement und 30 % das Kostenmanagement als wichtigste Herausforderungen an.

 

Die Befragten berichten von Geschäftsverbesserungen im Jahresvergleich

Die Befragten wurden gebeten, das Abschneiden ihres Unternehmens im Hinblick auf seine wichtigsten betriebswirtschaftlichen Kennzahlen für die letzten drei Jahre im Vergleich zu den Erwartungen des Unternehmens zu bewerten. Der Anteil der Befragten, die ihr Unternehmen als Top-Performer
bewerteten, erhöhte sich jedes Jahr, von 35 % im Jahr 2019 bis 38 % im Jahr 2020 und 51 % im Jahr 2021. Die APAC-Region verzeichnete den größten
Leistungszuwachs: 56 % der Befragten bezeichneten ihr Unternehmen als Top Performer, gegenüber 31 % im Jahr 2019.

 

Definition des digitalen Reifegrades

17 % der Befragten berichteten, dass ihr Unternehmen „am Anfang“ der digitalen Transformation* stehe, und 45 % gaben an, dass sich ihr Unternehmen „auf halbem Weg“ befinde. 25 % hingegen gaben an, dass ihr Unternehmen das „Ziel nahezu erreicht“ habe, und 13 % meinten, dass ihr Unternehmen das „Ziel erreicht“ habe.

Um diese Kategorien zu vereinfachen, wurden Unternehmen in der frühen und mittleren Phase ihrer digitalen Transformation zu einer Gruppe von Unternehmen mit „geringerem digitalem Reifegrad“ zusammengefasst. Bei Unternehmen, die ihr Ziel nahezu erreicht oder erreicht haben, wird ein „höherer digitaler Reifegrad“ angenommen.

*Im Fragebogen wurde die digitale Transformation als „digitaler Wandel von Daten und Prozessen“ definiert.

 

Unternehmen investieren verstärkt in Remote-Arbeit, Technologie und Innovationen

Unternehmen investieren – und haben weitere Investitionen in den nächsten drei Jahren geplant –, um die von ihnen identifizierten Herausforderungen zu bewältigen. Angesichts von allgegenwärtigen Homeoffice Programmen während der COVID-19- Pandemie überrascht es nicht, dass Tools für die Remote-Arbeit in den letzten drei Jahren die häufigste Investition von Unternehmen darstellten: 76 % der Befragten gaben an, dass sie in diesem Zeitraum verstärkt in Remote-Arbeit investiert haben.

Die Befragten gaben an, dass sie ihre Investitionen in allen Bereichen außer Remote-Arbeit in den nächsten Jahren gegenüber den vergangenen drei Jahren verstärken möchten.

Wie bei den Herausforderungen unterschieden sich die Ergebnisse der Befragung auch bei den Investitionen je nach der Charakteristik des Unternehmens. Die Befragten aus der APAC-Region haben vor, ihre Investitionen stärker zu erhöhen als die Befragten aus anderen Regionen. Unter den Befragten aus China gab ein größerer Anteil Pläne für verstärkte Investitionen an als aus allen anderen Ländern.

Auf die Frage, was sie an der Zukunft ihrer Branche reizt, nannten 23 % der Befragten Innovationen und neue Technologien – mehr als dreimal so viele wie für jede andere Entwicklung.

In den für diesen Bericht durchgeführten Interviews erwähnten mehrere Führungskräfte aus der Wirtschaft die Notwendigkeit, Kunden und Führungskräfte darüber aufzuklären, welche Ergebnisse durch digitale Transformation sowohl erreichbar als auch realistisch seien. Andreas Rau, Leiter Produktmanagement bei der Baugesellschaft Max Bögl, bemerkte, dass viele Tiefbaukunden der Ansicht seien, dass die Planung und der Bau eines neuen öffentlichen Verkehrsweges über 20 Jahre dauert – obwohl dieser Prozess durch digitale Arbeitsabläufe in Wirklichkeit auf weniger als fünf Jahre verkürzt werden konnte. „Die digitale Transformation hat die Branche noch nicht in ihrer ganzen Breite erreicht“, so Rau.

„Wir müssen die Top-Manager aufklären und ihnen dabei zu einer realistischen Einschätzung verhelfen“, meinte Carlos Caminos, Leiter Data Asset Management beim globalen Reifenhersteller Bridgestone Americas, Inc. „Sie müssen begreifen, was ein digitaler Zwilling ist. Was digitale Transformation ist. Und wir müssen mit ihnen aus betriebswirtschaftlicher Sicht darüber sprechen können, was wir mit der Digitalisierung erreichen können.“

Unternehmen streben Geschäftswachstum und effiziente Betriebsabläufe an

In einer Analyse anonymisierter Daten aus Autodesk-Kundenprojekten der letzten fünf Jahre war die Effizienz der Betriebsabläufe ein häufig gewünschtes Ergebnis. Innerhalb dieser Kategorie nannten die Kunden spezifischere Ziele wie verbesserte Effizienz, verbesserte Zusammenarbeit und eine Verkürzung des Gesamtzeitaufwands für die Entwicklung. Ziele im Bereich der Betriebseffizienz sind beispielsweise die Optimierung der Arbeitsabläufe und der Produktion, der Projektabwicklung und des Gebäudemanagements. Die Kunden, die eine verbesserte Zusammenarbeit als gewünschtes Ergebnis angaben, nannten als spezifische Ziele unter anderem die Vernetzung der Teams und Projektdaten von der Entwicklung bis zur Fertigstellung, die Beseitigung von Geschäftsverlusten aufgrund schlechter Kommunikation und die Erweiterung der kreativen Zusammenarbeit.

Ein signifikanter Anteil der Kunden nannte außerdem das Geschäftswachstum als gewünschtes Projektergebnis. Im Zusammenhang  damit wurden unter anderem Ziele wie die Verbesserung der Auftragsabschlussrate und der Planungsqualität formuliert.

Geschäftswachstum und effiziente Betriebsabläufe wurden auch von den Befragten als wichtigste Ziele genannt. 62 % dieser Fach- und Führungskräfte gaben an, dass das Geschäftswachstum für ihr Unternehmen eines der wichtigsten Ziele ist. 56 % nannten die Betriebseffizienz als wichtiges Geschäftsziel.

Weiter zu Teil 2: Geschäftsresilienz entsteht inmitten von Unsicherheit

Ähnliche Inhalte

Sonderausgabe der Autodesk-Studie „State of Design & Make“: Automobilbranche im Fokus

20 März 2024allgemein, maschinenbau, mechanicalsamantha

Die Sonderausgabe "Automobilbranche im Fokus" der "State of Design & Make"-Studie von Autodesk basiert auf den quantitativen Daten aus der…

Autodesk-Studie „State of Design & Make“ Teil 5: Zusammenfassung & Fazit

19 März 2024allgemein, maschinenbau, mechanicalsamantha

Die Autodesk-Sudie "State of Design & Make" richtet sich an Führungskräfte aus Produktentwicklung und Fertigung und gibt Einblicke in die…