Autodesk-Studie „State of Design & Make“ Teil 5: Zusammenfassung & Fazit

19 März 2024allgemein, maschinenbau, mechanicalAutodesk, Design & Make

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Autodesk-Studie „State of Design & Make“ Teil 5: Zusammenfassung und Fazit

 

Teil 1: Einführung in die Studie

Teil 2: Geschäftsresilienz entsteht inmitten von Unsicherheit

Teil 3: Talentmanagement – der Wettbewerb verschärft sich

Teil 4: Nachhaltigkeit steigert den Geschäftswert

 

Fach- und Führungskräfte in planungs- und fertigungsbezogenen Branchen gehen vielversprechende Wege, um sich an den immer schnelleren Wandel anzupassen. Führungskräfte in Architektur, Ingenieur- und Bauwesen, Produktentwicklung, Fertigung, Gaming und Filmproduktion berichten von ihren Strategien und Perspektiven auf die Hindernisse, denen sie sich gegenübersehen, und die Chancen, die für sie daraus entstehen.

Die Zukunft der Planungs- und Fertigungsbranche basiert auf dem Verständnis und der erfolgreichen Umsetzung durchdachter Strategien an der Schnittstelle von Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Personal. Architektur, Ingenieur- und Bauwesen, Produktentwicklung, Fertigung, Gaming und Filmproduktion verändern sich rasant. Um sich weiterhin im Wettbewerb zu behaupten, richten Führungskräfte ihre Aufmerksamkeit und ihre Investitionen in den nächsten ein bis drei Jahren schwerpunktmäßig auf die drei Faktoren für den Wandel.

 

Zusammenfassung: Geschäftsresilienz entsteht inmitten von Unsicherheit

 

Die meisten fühlen sich gut vorbereitet

Fach- und Führungskräfte aus der Wirtschaft* schätzen das zukünftige globale Umfeld unsicherer ein als noch vor drei Jahren. Die meisten sind aber auch der Ansicht, dass sich ihre Unternehmen auf diese Unsicherheit bereits gut eingestellt haben.

* Führungskräfte: 69 % der Umfrageteilnehmenden sind Entscheidungsträger in ihren Unternehmen. In diesem Bericht wird diese Gruppe als „Führungskräfte“ bezeichnet. Sie umfasst Positionen wie Geschäftsführende, Branchenberater, Vorstandschef oder CEO, leitende Angestellte, Bereichs- und Ressortleitende. Fachkräfte: Die übrigen 31 % der Befragten werden als „Fachkräfte“ bezeichnet. Diese Gruppe umfasst Manager, Abteilungsleitende, Mitarbeitende der mittleren Ebene und eine kleine Anzahl von Pädagogen und Mitarbeitenden der Einstiegsebene.

 

Anpassung an die neue Normalität

Fach- und Führungskräfte berichteten, dass sie mit erheblichen Veränderungen auf die Herausforderungen der Pandemie reagiert haben. Mindestens die Hälfte gab an, die täglichen Abläufe und die Personalverwaltung in ihrem Unternehmen verändert zu haben. Remote-Arbeit war einer der
bedeutendsten Bereiche, in die in den letzten drei Jahren verstärkt investiert wurde.

 

Wichtigste Geschäftsziele

60 % der Befragten gaben an, dass das Geschäftswachstum für ihr Unternehmen eines der wichtigsten Ziele ist. 55 % nannten effiziente Betriebsabläufe als ein weiteres wichtiges Geschäftsziel. Eine Analyse anonymisierter Daten von Autodesk-Kundenprojekten zeigt, dass zu den wichtigen Zielen im Bereich des Geschäftswachstums die Verbesserung der Auftragsabschlussrate und der Planungsqualität zählt, während im Bereich  der effizienten Betriebsabläufe eine Optimierung der Arbeitsabläufe und der Produktion, der Projektabwicklung und des Gebäudemanagements angestrebt wird.

 

Digitalisierung treibt das Unternehmenswachstum an

79 % der Befragten gaben an, dass das künftige Wachstum ihres Unternehmens von digitalen Tools abhängen wird. Diejenigen, die mit dem Tempo des Wandels in ihrer Branche Schritt halten, planen mit größerer Wahrscheinlichkeit die Verstärkung bestehender Dienstleistungen, das Angebot von neuen Dienstleistungen und die potenzielle Expansion in neue Märkte.

 

Digitale Transformation stärk das Geschäft

Für Fach- und Führungskräfte hat die digitale Transformation diverse Vorteile gebracht. Zu den wichtigsten Vorteilen gehören Kostensenkungen, verstärkte Innovationskraft und bessere Ideen sowie die Möglichkeit, Produkte und Dienstleistungen schneller auf den Markt zu bringen.

 

Digitale Reife fördert Flexibilität

Im Verhältnis berichteten mehr Befragte aus Unternehmen mit einem höheren digitalen Reifegrad* , dass sie auf den Wandel vorbereitet sind, während bei Unternehmen mit einem geringeren digitalen Reifegrad ein geringerer Anteil der Befragten dies angab.

*Digitaler Reifegrad: Die Befragten wurden gefragt, wie weit ihre Unternehmen auf ihrem Weg zur Transformation sind. Unternehmen, deren Befragte angaben, auf dem Weg zur digitalen Transformation noch „am Anfang“ oder „auf halbem Weg“ zu stehen, gelten als Unternehmen mit geringerem digitalem Reifegrad. Unternehmen, deren Befragte angaben, dass sie in Bezug auf die digitale Transformation ihr „Ziel nahezu erreicht“ oder ihr „Ziel erreicht“ haben, gelten als Unternehmen mit höherem digitalem Reifegrad.

 

Medien und Unterhaltung führend bei digitaler Reife

Unternehmen in der M&E-Branche scheinen auf ihrem Weg zur digitalen Transformation weiter zu sein als Unternehmen in den Bereichen AECO und D&M.

 

Regionale Reaktionen auf globale Veränderungen

Europäische Fach- und Führungskräfte aus der Wirtschaft schätzten das globale Umfeld mit der größten Wahrscheinlichkeit als unsicher ein, während diejenigen aus der Region Asien-Pazifik (APAC) mit der größten Wahrscheinlichkeit angaben, dass ihre Unternehmen gut aufgestellt seien, um mit dem globalen Wandel Schritt zu halten.

 

Der Wettbewerb um Talente verschärft sich

 

Die größte Herausforderung liegt im Talentmanagement

In allen Branchen betrachteten Fach- und Führungskräfte aus der Wirtschaft die Anwerbung und Bindung von Talenten als größte Herausforderung, vor allen anderen Faktoren. Und auch diejenigen Befragten, die das Talentmanagement nicht als wichtigen Faktor angaben, sagten mehrheitlich aus, dass sie Probleme haben, qualifizierte Fachkräfte zu finden.

 

Personal im raschen Wandel

72 % der Befragten gaben an, dass sich ihre Belegschaft in den letzten drei Jahren stärker weiterentwickelt hat als in den vorherigen 25 Jahren. Umfrageteilnehmende und Interviewte nannten die Auswirkungen der jüngsten Veränderungen, wie zum Beispiel die Zunahme von Remote-Arbeit, flexiblere Arbeitsstile und -zeiten, mehr Digitalisierung und globalere Prozesse in vielen Firmen.

 

Weiterbildung ist wichtig

Über 90 % der Befragten waren sich darin einig, dass Weiterbildung für ihre Unternehmen wichtig ist. Mehr als die Hälfte gab außerdem an, dass ihre Unternehmen Mitarbeitende einstellen, die die für ihre Position erforderlichen Qualifikationen nicht mitbringen, und dass sie für diese Mitarbeitenden geplant haben, sie am Arbeitsplatz auszubilden.

 

Vermehrte Investitionen in das Talentmanagement

Fach- und Führungskräfte in Unternehmen mit höherem digitalem Reifegrad gaben mit höherer Wahrscheinlichkeit an, dass ihre Unternehmen diverse Lösungen für das Talentmanagement eingeführt haben, als Unternehmen mit geringerem digitalem Reifegrad. Zu diesen Maßnahmen zählen Investitionen in Technologie, die Rekrutierung aus einem größeren geografischen Gebiet und die Implementierung neuer Aus- und Weiterbildungsprogramme.

 

Kompetenzen der Zukunft

Die Befragten nannten ein breites Spektrum an wichtigen Kompetenzen für die Zukunft, darunter Technologiekompetenz, Teamkompetenz, die Kenntnis der regulatorischen Rahmenbedingungen, Innovationskompetenz und die Fähigkeit und Motivation für lebenslanges Lernen.

 

Herausforderungen variieren nach Region

Die Befragten aus China gaben mit höherer Wahrscheinlichkeit an, dass sie bei der Anwerbung von Talenten auf Herausforderungen stoßen, insbesondere durch die alternde Belegschaft. Im Gegensatz dazu waren alternde Arbeitskräfte oder die langsame Anpassung an eine jüngere Generation für die Befragten aus Australien mit geringerer Wahrscheinlichkeit ein Problem.

 

M&E steht vor weniger demografischen Herausforderungen

Als eine der wichtigsten Herausforderungen nannten Befragte aus allen Branchen das Talentmanagement. Doch bei M&E-Unternehmen war die Wahrscheinlichkeit im Vergleich zu den anderen Branchen geringer, dass das Personal schnell altert oder dass ihre Unternehmen Probleme dabei haben, sich auf die Bedürfnisse und Wünsche von Arbeitnehmenden der jüngeren Generation einzustellen.

 

Nachhaltigkeit steigert den Geschäftswert

 

Ein breiter Konsens

Fast 90 % der Befragten gaben an, dass ihre Branche bzw. ihr Unternehmen Veränderungen vorgenommen hat, um die Nachhaltigkeit zu verbessern.

 

Nachhaltigkeit ist gut fürs Geschäft

80 % der Befragten gaben an, dass sich die Verbesserung der Nachhaltigkeitsaktivitäten langfristig für das Geschäft auszahlen wird. Mehr als die Hälfte gab außerdem an,
dass dies auch kurzfristig eine gute Entscheidung sei.

 

Interne Nachhaltigkeitsziele

Die Mehrheit der Fach- und Führungskräfte halten die Erreichung ihrer Nachhaltigkeitsziele für ihr Unternehmen für wichtig. Allerdings stimmen nur 17 % vollständig zu, dass sie
auf die Nachhaltigkeitsinitiativen ihres Unternehmens stolz seien.

 

US-Unternehmen hinken hinterher

Auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit unterscheiden sich die Praktiken der Unternehmen je nach ihrer Region erheblich. Besonders bemerkenswert ist, dass die Befragten von Unternehmen aus den USA im Vergleich zum weltweiten Durchschnitt mehr als doppelt so oft berichteten, dass ihre Unternehmen überhaupt keine nachhaltigkeitsbezogenen Maßnahmen durchführen.

 

Druck von Kunden und Arbeitnehmenden

Die Befragten berichteten, dass ihre Unternehmen durch diverse externe und interne Kräfte dazu gezwungen sind, sich Nachhaltigkeitsziele zu setzen und diese zu erfüllen. Dieser Druck ging vor allem von den Kunden aus. Über 80 % der Befragten gaben an, dass die Nachhaltigkeitsaktivitäten ihres Unternehmens von Kunden beeinflusst werden. Außerdem nannten die Befragten den Druck durch Arbeitskräfte als bedeutenden Einflussfaktor.

 

Nachhaltigkeitsfokus variiert je nach Branche

AECO- und D&M-Unternehmen geben mit größerer Wahrscheinlichkeit an, dass Nachhaltigkeit eine Herausforderung sei und dass Nachhaltigkeitsziele wichtig seien. Fach- und Führungskräfte aus D&M-Unternehmen gaben im Vergleich zu Vertretenden anderer Branchen häufiger an, dass ihre Unternehmen planen, ihre Anstrengungen bei der Entwicklung von Produkten unter Berücksichtigung der Auswirkungen auf die Umwelt in den nächsten drei Jahren zu verstärken. Darüber hinaus berichteten die Befragten aus der D&M-Branche mit höherer Wahrscheinlichkeit von bereits unternommenen Anstrengungen zur Müllreduzierung oder zur Verwendung von recycelten Materialien in der Produktion.

 

Fazit

Insgesamt lassen die Umfragedaten und die Interviews den folgenden Schluss zu: Während Fach- und Führungskräfte aus der Wirtschaft in den kommenden Jahren mit zunehmender Unsicherheit rechnen, werden ihnen die außergewöhnlichen Herausforderungen, denen sie sich bereits gestellt haben, dabei helfen, sich auf die Zukunft vorzubereiten.

 

 

Letztendlich bestehen diese Herausforderungen und Lösungen nicht isoliert voneinander, sondern überschneiden sich. Indem Unternehmen in allen drei Bereichen aktiv werden, nehmen sie ihre Zukunft in die Hand und bereiten sich auf den Erfolg in einer unvorhersehbaren Welt vor.

 

Zur Methodik

Gemeinsam mit Ipsos, einem führenden Unternehmen in der globalen Forschung und Analyse, hat Autodesk 2.565 Führungskräfte, Zukunftsforschende und Experten aus Architektur, Ingenieur- und Bauwesen, aus Produktentwicklung und Fertigung und aus der Medien-und Unterhaltungsbranche weltweit befragt.

Die Umfragedaten wurden nach globalen Regionen aufgeschlüsselt: Asien-Pazifik (APAC), worunter Antworten aus Australien, China, Indien, Japan und Südkorea fallen; Europa mit Antworten aus Frankreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden, Schweden und Großbritannien; und Amerika mit Antworten aus Kanada und den USA.

Dieser Bericht enthält die wichtigsten Ergebnisse dieser Studie, aufgeschlüsselt nach Sektoren und Regionen. In bestimmten Fällen wurden die Antworten nach Ländern verglichen, aber nur die Länder mit 200 oder mehr Befragten wurden in diese Vergleiche einbezogen: Australien, China, Frankreich, Deutschland, Japan, Großbritannien und die USA.

Die quantitativen Daten wurden von Oktober bis Dezember 2022 mit einer 20-minütigen Online-Umfrage erhoben. Diese Umfrage basierte auf einer OnlineMethodik, bei der die Genauigkeit mit einem Kredibilitätsintervall gemessen wurde statt mit einer Fehlermarge. Das gesamte Kredibilitätsintervall beträgt ±2,4 Prozentpunkte für n=2.489 quantitative Teilnehmende.

Darüber hinaus wurden von September bis Dezember 2022 76 qualitative Interviews mit Führungskräften aus der Wirtschaft und Zukunftsforschenden geführt. In einigen Fällen verweist Autodesk auf die Analyse seiner eigenen aggregierten und anonymisierten Daten.

■ 69 % der Umfrageteilnehmenden sind Entscheider in ihren Unternehmen. Diese Gruppe wird als „Führungskräfte“ bezeichnet. Die übrigen 31 % der Befragten werden als „Fachkräfte“ bezeichnet.

■ Die Befragten hatten durchschnittlich 17 Jahre Erfahrung in ihrer Branche.

■ 59 % der Befragten gaben an, Autodesk-Produkte zu verwenden. Für diesen Bericht wurden Ergebnisdaten aus Kundenprojekten analysiert, um gemeinsame Muster zu identifizieren. Außerdem wurden Softwarenutzungsdaten analysiert, um Trends zu Cloud-Produkten zu identifizieren. In beiden Fällen wurden diese Daten aggregiert und/oder
anonymisiert.

 

Glossar

 

Dank

Autodesk möchte den folgenden Führungskräften aus der Wirtschaft für ihre Teilnahme an ausführlichen Interviews danken, in denen wir sie zu den Trends der Branche befragt haben und dazu, wie ihre Unternehmen auf den aktuellen Wandel reagieren.

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