Scan to BIM für die Ovidius Universität Constanța: Tragwerksverstärkung, Erweiterung und Dachgeschossausbau des Rektoratsgebäudes

Unternehmen: Popp & Asociații BIM Technologies
Standort: Constanța, Rumänien
Eingesetzte Software: Autodesk Revit, GRAITEC PowerPack for Revit, Autodesk Construction Cloud, Autodesk Recap Pro
Popp & Asociații BIM Technologies ist ein Unternehmen der Popp Group und spezialisiert auf die Digitalisierung von Bauprojekten unter Einsatz fortschrittlicher Technologien zur Modellierung und Verwaltung technischer Daten. Das Unternehmen bietet Lösungen sowohl für Projekte in der Planungsphase als auch für Bestandsgebäude an und unterstützt die Digitalisierung des Bauwerksbuchs sowie die Optimierung von Wartungs- und Instandhaltungsprozessen.
TDurch zahlreiche erfolgreich realisierte Projekte hat Popp & Asociații BIM Technologies seine Kompetenz unter Beweis gestellt, integrierte und effiziente Lösungen bereitzustellen und Auftraggebern die umfassenden Vorteile einer durchgängigen Digitalisierung des Planungs- und Bauprozesses zu ermöglichen. Die Erweiterung des Leistungsportfolios um architektonische Planungsleistungen erlaubt es dem Unternehmen, Projekte ganzheitlich zu betrachten und dabei gestalterische Ansprüche mit technisch optimalen Lösungen in einem koordinierten und effizienten Workflow zu vereinen.

Das Gebäude wurde zwischen 1940 und 1950 errichtet und verfügt über ein Tragwerk aus Mauerwerkswänden in Kombination mit Stahlbetondecken.
Die westliche Hauptfassade mit Ausrichtung zum Bulevardul Mamaia weist eine Länge von etwa 80 Metern auf, während die nördliche Nebenfassade rund 32 Meter misst.
Ein architektonisch und konstruktiv prägendes Element des Gebäudes ist der Aula-Magna-Saal auf der Südseite. In diesem Bereich wurde die Geschosshöhe durch den Rückbau der Decke zwischen Erdgeschoss und erstem Obergeschoss verdoppelt.
Darüber hinaus erreichen die Spannweiten in diesem Bereich bis zu ca. 14,30 Meter, was die Anordnung massiver Tragwerkselemente auf Höhe der Dachdecke über dem Saal erforderlich machte.
Im Rahmen dieses Scan to BIM Projekts setzte das Team Autodesk ReCap Pro, Autodesk Revit, das GRAITEC PowerPack für Revit sowie die Autodesk Construction Cloud ein.
Auf Grundlage der durch das 3D-Laserscanning gewonnenen Punktwolken wurde ein sogenanntes Laser-Scan-Modell erstellt, das anschließend im RCP-Format exportiert und über Autodesk ReCap Pro weiterverarbeitet wurde. Diese Software ermöglichte eine präzise Visualisierung des Bestands, exakte Distanzmessungen sowie eine zuverlässige Identifikation der verbauten Materialien.

Durch den Einsatz des GRAITEC PowerPack für Revit konnte der Prozess der Bewehrungsmodellierung und -detaillierung erheblich beschleunigt werden. Die verfügbaren Werkzeuge erlaubten die automatische Generierung von Bewehrungen innerhalb von Stahlbetonbauteilen. Darüber hinaus unterstützte das PowerPack die schnelle und präzise Ermittlung der erforderlichen Bewehrungsmengen.

1. Im Projekt wurde mit einer sehr großen Datenmenge gearbeitet, die sich aus der Gesamtfläche des Gebäudes von nahezu 8.000 m² ergab. Autodesk ReCap Pro erleichterte die Verarbeitung dieser Informationen erheblich und steigerte sowohl die Effizienz als auch die Genauigkeit innerhalb des gesamten Projektablaufs. Der kollaborative Arbeitsmodus in Autodesk Revit ermöglichte zudem die einfache Verteilung von Informationen an weitere Projektbeteiligte, sodass mehrere Anwender parallel und effizient am selben Modell arbeiten konnten. Dadurch ließ sich die Projektlaufzeit verkürzen und das Risiko von Überschneidungen oder Planungsfehlern deutlich reduzieren.

2. Auf Basis des 3D-Modells in Revit konnten die aus der Rückbauphase resultierenden Materialmengen schnell und präzise ermittelt werden, was für den reibungslosen Fortschritt des Projekts von entscheidender Bedeutung war.
3. Darüber hinaus wurde der Zeitaufwand für die Bewehrungsmodellierung durch den Einsatz des PowerPack für Revit signifikant reduziert. Gleichzeitig konnten die erforderlichen Bewehrungsmengen zügig und mit hoher Genauigkeit generiert werden.

4. Eine weitere erfolgreich eingesetzte Funktion von Autodesk Revit war die Definition mehrerer Projektphasen innerhalb einer einzigen Modell-Datei, sowohl für den Bestandszustand als auch für die geplanten Verstärkungs- und Neubauarbeiten (Phase „Bestand“ und Phasen „Neubau“). Durch die Erstellung und Anwendung spezifischer Filter war es jederzeit möglich, sämtliche Eingriffe projektphasenbezogen nachzuverfolgen. Auf Grundlage desselben Modells konnten sowohl Abbruchmengen als auch Betonvolumina ermittelt werden, ohne zusätzliche Modelle erstellen zu müssen, was den Zeitaufwand für Mengenermittlungen und Auswertungen in jeder Projektphase erheblich reduzierte.

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